Der erste Zeppelin, der in unserer näheren Heimat landete, war mit einer Länge von 148 Metern, einem Durchmesser von 14 Metern und einen Rauminhalt von 18.700 Kubikmetern der Zeppelin LZ 11, benannt nach der preußischen Prinzessin Viktoria Luise. Er vollzog am 14. Februar 1912 seine Jungfernfahrt und fuhr hautsächlich innerhalb Deutschlands. Es galt damals als schnellstes Luftschiff der Welt. Anläßlich seines Besuches in Gotha führte eine Fahrt das Luftschiff im August 1912 auch nach Chemnitz.

Bei der Landung in Chemnitz wird vorbereitet
Das Luftschiff wird mit den Tauen gehalten

Die Dresdner Neuesten Nachrichten berichteten in der Ausgabe vom 22.08.1912 über dieses Ereignis:
„Chemnitz, 21. August: Das Luftschiff „Viktoria Luise“ ist nach günstiger Fahrt um 9 Uhr vormittags über der Stadt erschienen und um 9 Uhr 15 Minuten auf dem Exerzierplatz glatt gelandet. Oberbürgermeister Dr. Sturm begrüßte die Luftschiffer und brachte ein Hurra auf den Grafen Zeppelin aus. Um 9 Uhr 55 Minuten stieg die „Viktoria Luise“ zur Rückfahrt nach Gotha wieder auf, sie vollführte eine elegante Schleifenfahrt über der Stadt und verschwand dann Richtung Zwickau, um auf dem direkten Wege nach Gotha zurückzukehren. Von der geplanten Rundfahrt mußte wegen Gewitterneigung Abstand genommen werden.
Bereits um 6.50 Uhr war das Luftschiff in Gotha gestartet, überflog bei ganz klarem Wetter auch Zwickau. Es zog einige wunderbare Schleifen und wurde begeistert von der zu Tausenden versammelten Menschenmenge in der Stadt begrüßt. Auf der Fahrt dahin hatte es gegen starken Gegenwind zu kämpfen.“
Oberbürgermeister Dr. Sturm wertete anschließend den Besuch des LZ 11 „als einen Meilenstein in der Geschichte der Chemnitzer Luftfahrt“.

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