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Mit dem Gyrokopter über Chemnitz

    Den Vögeln gleich sich in die Luft zu erheben ist einer der ältesten Träume der Menschheit. Und das ist in unserer Umgebung auf Grund zahlreicher und vielfältiger Angebote jederzeit möglich. Einige Angebote habe ich selbst schon wahrgenommen.

    Am gestrigen Tag ging nun ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, mit einem Tragschrauber oder Gyrokopter unterwegs über Chemnitz, pilotiert vom erfahrenen Axel Friederici. Es gehört kein besonderer Mut dazu, sich im offenen Zweisitzer als Passagier über die Stadt fliegen zu lassen. Ein sicheres und ausgereiftes Luftsportgerät, das durch seine Wendigkeit einen schnellen Richtungswechsel ermöglicht, aber auch langsam dahinfliegen kann. Zwischen beidem hat Herr Friederici ein sehr gutes Mittelmaß gefunden, in den gut 30 Minuten Flugzeit, in denen wir uns, bei bestem Flugwetter, über der Stadt bewegt haben. Einfach mal dorthin fliegen, wo es interessante Dinge gibt, die man von unten nicht so überblickt und die Entwicklung bzw. Veränderungen der Stadt zeigen. Aus ungewöhnlicher Perspektive entstehen dann ganz neue Eindrücke und Ausblicke, die man nur bei einem Flug gewinnen kann. Ich empfehle jeden, sich das zu überlegen und den Schritt zu wagen. Information für einen Flug, das Fluggerät und die Buchung erhält man dazu unter fuenfseencopter.de, der Webseite des Piloten.

    Gestartet sind wir in Jahnsdorf, über Adorf, Klaffenbach und Harthau ging es Richtung Nordosten quer über das südliche Stadtgebiet. Über eine Helm-Wechselsprechanlage verbunden, erläutert Herr Friederici die Route und gibt Informationen zu den einzelnen Flugpunkten. Über Bernsdorf ging es nach einer kleinen Linkskurve vorbei am Zeisigwald, die Zeisigwaldschänke ist gerade noch zu erkennen, Richtung Nordwesten bis nach Borna. Schön von oben zu sehen, wo man wohnt. Zwischen den beiden großen Klinikkomplexen in Altendorf und an der Bürgerstraße hindurch ging es wieder stadteinwärts, im Zentrum sind die offenen Flächen der neuen Johannisvorstadt gut sichtbar.

    Über den Kassberg und den Kapellenberg führte die Route dann in westliche Richtung nach Siegmar und Rabenstein. Am ehemaligen Kulturpalast in Siegmar laufen ebenso die Bauarbeiten wie am Rabensteiner Viadukt. Mit einem Blick hinaus nach Grüna traten wir den Rückflug an, kreuzten die Stollberger Straße in Neukirchen und den Leukersdorfer Porphyrtuff-Steinbruch, ehe wir in einem Rechtsbogen den Landeanflug vornahmen und sicher aufsetzten. Viel zu schnell ist man dem Boden – der Tatsachen – wieder nahe. Schauen Sie sich die Luftaufnahmen an, vielleicht entdecken Sie ihr Haus oder eine für Sie interessante Örtlichkeit. Gern sind größere Aufnahmen auf Anfrage erhältlich.

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