Die 1.Chemnitzer Stadtansicht

Der 1571 in Hessen geborene Wilhelm Dilich reiste ab 1627 als Landschaftszeichner seines Dienstherren, dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg 1., quer durch Sachsen, um verschiedene Stadtansichten zur Ausgestaltung des Dresdner Schlosses anzufertigen.

So entstanden in den Jahren bis 1629 zahlreiche Federzeichnungen kursächsischer Ortschaften, aus dem Erzgebirge sind Ansichten z.Bsp. aus Grünhain, Scheibenberg und Stollberg bekannt. In diese Schaffensperiode fällt auch die erste Ansicht der Stadt Chemnitz. Dilich zeichnete die Stadt aus dem Südosten, sehen wir doch in der Ansicht links Altchemnitz, mittig die mit einer hohen Mauer umgebene Stadt, bis ganz rechts das Schloss mit dem Küchenholz (dem Küchwald) erscheint. Als Standpunkt des Zeichners könnte ich mir eine Stelle an der heutigen Zschopauer Straße vorstellen.